Ambulante Pauschalen und TARDOC


Mit der Einführung der ambulanten Pauschalen und des TARDOC zum 01.01.2026 wird die Erfassung der Tarmed-Leistungen ersetzt. Neu werden nur noch die Leistungen des 'Leistungskatalog ambulante Arzttarife' (LKAAT) erfasst oder über Rechenformel, Blockleistungen etc. generiert.
Bei der Fakturierung wird dann entschieden, welche Leistungen im Rahmen einer ambulanten Behandlung abgerechnet werden müssen und welche Leistungen nach dem Einzelleistungstarif TARDOC abgerechnet werden.
Dazu werden die Sitzungen und ihre Leistungen zusammen mit Diagnosen zu ambulanten Behandlungen zusammengefasst und dem Grouper übergeben. Dieser gibt ggf. für die ambulante Behandlung eine ambulante Pauschale zurück oder die Information, dass die ambulante Behandlung nach Einzelleistungstarif (TARDOC) abgerechnet werden muss.
Generell führen die Leistungen aus dem LKAAT, die hier als Pauschalen bzw. als Zusatz zu Pauschalen gekennzeichnet sind ('Triggerleistungen'), in Kombination mit einer ICD-10Diagnose zu einer ambulanten Pauschale.

Einstellungen (Programm-Settings)

Folgende Programm-Settings wurden für die Erfassung und Abrechnung der ambulanten Tarife ergänzt und in einem eigenen Reiter 'Amb. Pauschalen / TARDOC' in den Applikations-Einstellungen eingetragen

  • 'Fachbereich aus AG oder AE'
    • Über dieses Programm-Setting kann gesteuert werden, ob der Fachbereich einer Sitzung aus der auftraggebenden Organisationseinheit oder aus der auftragerbringenden Organisationseinheit übernommen werden soll.
  • 'Fachbereich beim Import der Sitzungen einbez..' (AmbulantePauschalenAufFachbereichGruppieren)
    • Hier kann gesteuert werden, ob bei der Erstellung und Zuordnung der Sitzungen der Fachbereich berücksichtigt werden soll oder nicht.
  • 'Fachbereich in Gruppierung/Fakturierung einbez.' (AmbulantePauschalenAufFachbereichAbrechnen)
    • Hier kann gesteuert werden, ob bei der Gruppierung der Sitzungen zu einer ambulanten Behandlung der Fachbereich berücksichtigt werden soll oder nicht.
  • 'URL Tarifmatcher'
    • Hier wird die URL für den Aufruf des Tarifmatchers eingetragen. Ist hier nichts eingetragen, dann werden LKAAT-Leistungen bei ambulanten Fälle und bei externen Aufträgen direkt in TARDOC-Leistungen umgewandelt.
  • Mit diesem Setting kann gesteuert werden, ob auch die TARDOC Leistungen für stationäre Fälle ausgelöst werden sollen.
  • TARDOC bei stationär
    • Mit diesem Setting kann gesteuert werden, ob auch die TARDOC Leistungen für stationäre Fälle ausgelöst werden sollen.
  • 'Statistikleist. f. Laborleistung'
    • Hier kann die Leistungsnummer einer Statistischen Leistung hinterlegt werden, die auf derjenigen Sitzung erfasst wird, die eine Labor-Untersuchung in Auftrag gibt. Bei der Erfassung bzw. dem Import der Laborleistungen können diese dann anhand dieser Steuerleistung der Sitzung zugeordnet werden.
  • 'Leistungskatalog für automat. Zuweisung der Sitzung' 
    • Hier erfasste Leistungskataloge führen dazu, dasss Billing Sitzugen mit Leistungen dieser Gruppen automatisch einer ambulanten Behandlung zuweist.
  • Versicherungsgruppen der Spezialitätenliste
    • Hier enthaltene Versicherungsgruppen bilden die Leistungen der Spezialitätenliste ab und werden im XML trotz Pauschale ausgewiesen


Stammdaten

Codeitems

Folgende neue Einträge in den Codebereichen werden automatisch angelegt

LeistungsKatalogTyp

  • Ambulante Pauschalen
  • TARDOC
  • LKAAT

Tariftyp

  • 005 ambulante Pauschalen
  • 007 TARDOC
  • TMA Leistungskatalog ambulante Arzttarife

Austrittshauptabteilung (Fachbereich)

  • M050.00Intensivmedizin
  • M100.01Allergologie
  • M100.02 AllgemeinInnereMedizin
  • M100.03Angiologie
  • M100.04Diabetologie
  • M100.05Endokrinologie
  • M100.06Gastroenterologie
  • M100.07Hämatologie
  • M100.08Hepatologie
  • M100.09Infektiologie
  • M100.10 Infektionspräventionund-kontrolleimGesundheitswesen
  • M100.11Kardiologie
  • M100.12 KlinischeImmunologie
  • M100.13 MedizinischeOnkologie
  • M100.14Nephrologie
  • M100.15Neurologie
  • M100.16Pneumologie
  • M100.17Tropen-undReisemedizin
  • M200.01Chirurgie
  • M200.02 ChirurgischeSenologie
  • M200.03Gefässchirurgie
  • M200.04Handchirurgie
  • M200.05Herz-undthorakaleGefässchirurgie
  • M200.06Mund-,KieferundGesichtschirurgie
  • M200.07Neurochirurgie
  • M200.08 OrthopädischeChirurgieundTraumatologiedesBewegungsapparates
  • M200.09 Plastische,RekonstruktiveundÄsthetischeChirurgie
  • M200.10Thoraxchirurgie
  • M200.20Neuro-Urologie
  • M200.21 OperativeUrologie
  • M200.22Urologie
  • M200.23 UrologiederFrau
  • M300.01 FetomaternaleMedizin
  • M300.02Geburtshilfe
  • M300.03Gynäkologie
  • M300.04 GynäkologischeOnkologie
  • M300.05 GynäkologischeSenologie
  • M300.06 OperativeGynäkologieundGeburtshilfe
  • M300.07 ReproduktionsmedizinundgynäkologischeEndokrinologie
  • M300.08Urogynäkologie
  • M400.01Entwicklungspädiatrie
  • M400.02Kinder-undJugendmedizin
  • M400.03Kinderchirurgie
  • M400.04Neonatologie
  • M500.01 Alterspsychiatrieund-psychotherapie
  • M500.02 ForensischePsychiatrieundPsychotherapie
  • M500.03Kinder-undJugendpsychiatrie
  • M500.04 Konsiliar-undLiaisonpsychiatrie
  • M500.05 PsychiatrieundPsychotherapie
  • M500.06 PsychiatrieundPsychotherapiederAbhängigkeitserkrankungen
  • M600.01Ophthalmologie
  • M700.01Hals-undGesichtschirurgie
  • M700.02Oto-Rhino-Laryngologie
  • M700.03 Phoniatire
  • M800.01Dermatologie
  • M800.02 Dermatopathologie
  • M800.03Venerologie
  • M850.01 DiagnostischeNeuroradiologie
  • M850.02 InvasiveNeuroradiologie
  • M850.03Nuklearmedizin
  • M850.04Radiologie
  • M850.05Radio-Onkologie/Strahlentherapie
  • M900.01Geriatrie
  • M950.01 PhysikalischeMedizinundRehabilitation
  • M950.02Rheumatologie
  • M990.01Anästhesiologie
  • M990.02Arbeitsmedizin
  • M990.03 Chiropraktoren
  • M990.04Hebammen
  • M990.05 KlinischePharmakologieundToxikologie
  • M990.06Labor
  • M990.07 MedizinischeGenetik
  • M990.08Molekularpathologie
  • M990.09Notfallmedizin
  • M990.10Pathologie
  • M990.11 PharmazeutischeMedizin
  • M990.12 PräventionundPublicHealth
  • M990.13Rechtsmedizin
  • M990.14Zahnmedizin
  • M990.15 Zytopathologie
  • Z100.01Diabetesberatung
  • Z100.02Ergotherapie
  • Z100.03Ernährungsberatung
  • Z100.04Logopädie
  • Z100.05Neuropsychologie
  • Z100.06Physiotherapie
  • Z100.07Podologie
  • Z100.08 PsychologischePsychotherapie
  • Z200.01Transport-/Rettungsdienst


Entscheidungstabelle 'Default Dignitätsarzt'

Über die Entscheidungstabelle ‘Default Dignitätsarzt’ kann nun auch für Leistungen aus dem Leistungskatalog ‘Leistungskatalog ambulante Arzttarife’ (‘LKAAT’) ein verantwortlicher Arzt werden.

Ist für eine Leistung ein Eintrag in der Entscheidungstabelle erfasst, dann wird der hier eingetragene Dignitätsarzt immer als Dignitätsarzt (verantwortlicher Arzt) in die erbrachte Leistung übernommen, sobald  ein erbringender Arzt erfasst wird.
Wird in der Leistung kein erbringender Arzt eingetragen, dann wird auch kein verantwortlicher  Arzt in der Leistung eingetragen.


Organisationseinheit

Um die Kriterien, die für die Bildung einer ambulanten Behandlung benötigt werden, liefern zu können, wurden in der Organisationseinheit folgende Felder ergänzt

  • Austrittshauptabteilung / Fachbereich dieser muss gesetzt werden
  • Ausnahme amb. Behandlung Sitzungen, die auf einer Organisationseinheit erbracht wurden, auf der das Kennzeichen gesetzt ist, werden nicht mit anderen Sitzungen zu ambulanten Behandlungen zusammengefasst, auch wenn die Kriterien für die Bildung der ambulanten Behandlung übereinstimmen. Bei der Erfassung der Sitzung wird dieses Kennzeichen in die Sitzung übernommen.
  • Priorität amb. Behandlung
    Wenn über das Programm-Setting 'Fachbereich in Gruppierung einbez.' gesteuert wird, dass der Fachbereich bei der Bildung der ambulanten Behandlung nicht berücksichtigt werden soll, kann definiert werden, in welcher Reihenfolge die Organisationeinheiten für die Abrechnung der ambulanten Behandlung berücksichtigt werden sollten. 
    Hinweis: Wenn diese Funktionalität genutzt wird, sollte sichergestellt werden dass alle Organisationseinheiten in den Stammdaten mit einer Priorität versehen werden und es keine Organisationseinheit gibt, bei der die Priorität nicht gefüllt ist.




Hinweis: Die in Anhang B1 'Übergangsvereinbarung Anwendungsmodalitäten zu Kombinationstherapie Tumorbehandlung' beschriebene Regelung für Patientenkontakte der Fachbereichs Strahlentherapie / Radio-Onkologie (M859.05) kann so abgebildet werden, dass für alle Organisationseinheiten, bei denen dieser Fachbereich eingetragen ist, das Kennzeichen 'Ausnahme am. Behandlung' gesetzt wird.

Mitarbeiter

Hinterlegung der Dignitäten und des Fachbereichs (Austrittshauptabteilung) können auf dem Mitarbeiter hinterlegt werden.


Besitzstandwahrung beim Arzt

In den Stammdaten des Arztes kann nun neben den Dignitäten auch die Besitzstandwahrung für einzelne Leistungen (ambulante Pauschalen und TARDOC) erfasst werden.



Tarifgruppen

Für die Leistungen der neuen Kataloge, werden ausserdem eigene Tarifgruppen benötigt, die automatisch angelegt werden können.

  • Ambulante Pauschalen
  • TARDOC
  • Leistungskatalog ambulante Arzttarife (LKAAT)



Taxpunktwert und ETTaxpunktwert

Für die neuen Tarifgruppen werden dann auch jeweils Einträge in der Entscheidungstafel ETTaxpuktwert benötigt.

  • Der Taxpunktwert für die ambulanten Pauschalen ist noch nicht festgelegt
  • Da die Leistungen des LKAAT nicht verrechnet werden (Ansatz =0) kann der Taxpunktwert 'Franken' hinterlegt werden
  • Welcher Taxpunktwert für die Abrechnung der TARDOC-Leistungen in den jeweiligen Kantonen gilt, muss noch geklärt werden, ausserdem mit welchem Taxpunktwert die TARDOC-Leistungen im MTK-Bereich abgerechnet werden.



Leistungskatalog

Die ambulanten Pauschalen, der TARDOC und der LKAAT werden automatisch eingelesen, nach Rücksprache mit dem Projektleiter).
Im Leistungskatalog wurden verschiedene Felder ergänzt, die für die Verarbeitung der Leistungen der neuen Kataloge relevant sind:


  • Capitulum
    Bei Leistungen aus dem Katalog der ambulanten Pauschalen wird hier das Capitulum der Diagnose eingetragen, für die die ambulante Pauschale generiert wird.
  • Gruppierungsrelevant
    Wenn dieses Kennzeichen bei einer Leistung des LKAAT-Kataloges gesetzt ist, wird diese Leistung dem Grouper zur Ermittlung der ambulanten Pauschale übergeben. Dabei handelt es sich nicht ausschliesslich um Triggerleistungen, auch Einzelleistungen können gruppierungsrelevant sein und die Ermittlung der ambulanten Pauschale beeinflussen (z.B. Anästhesien).
  • Zuordnen
    Dieses Kennzeichen wird bei Leistungen der LKAAT-Kataloges gesetzt, die anderen Leistungen zugeordnet werden müssen (z.B. Berichte), aber auf anderen Sitzungen erfasst werden können.
  • Potentielle Triggerleistung
    Dieses Kennzeichen ist bei LKAAT-Leistungen gesetzt, für die es aktuell noch eine entsprechende TARDOC-Leistung gibt, die aber in der Zukunft eine ambulante Pauschale auslösen sollen. 
  • BfS-Medikament im XML ausweisen
    Für Medikamente, zu denen zusätzlich zur Leistung auch das BfS-Medikament auf der Rechnung bzw. im XML angezeigt werden müssen, muss dieses Kennzeichen gesetzt werden.
    Aktuell betrifft dies nur SPINRAZA.

Hinweis: In der aktuellen Version des LKAAT (1.0c) gibt es 56 Leistungen, die weder als Einzelleistung oder Zusatz zur Einzelleistung noch als Pauschalleistung (Triggerleistung) oder Zusatz zu Pauschalleistung gekennzeichnet sind. Bei diesen Leistungen ist der Leistungstyp 'N' hinterlegt. Diese Leistungen werden eingelesen und können auch erfasst werden, lösen aber weder eine Pauschale noch eine TARDOC-Leistung aus. Diese Leistungen haben den Text 'Reservecode', z.B. Leistung C00.YY.0060.

Fallpauschalendeckung und ETFallpauschale

Um bei der Abrechnung nach einer ambulanten Pauschale sicherzustellen, dass alle Leistungen, die durch die Pauschale gedeckt sind, bei der Fakturierung mit dem Kennzeichen 'Nicht Verrechenbar Wegen Pauschale' versehen werden, wird eine eigene Fallpauschalendeckung angelegt, z.B.


Für die ambulanten Pauschalen, bei denen die Implantate zusätzlich verrechnet werden dürfen , wird dann eine weitere Fallpauschalendeckung benötigt, z.B.


In der Entscheidungstafel 'ETFallpauschale' wurden der Leistungskatalogtyp und die Leistung als Kriterium ergänzt. 
Hier muss für den Leistungskatalogtyp 'Ambulante Pauschalen' ein entsprechender Eintrag mit der neuen Fallpauschalendeckung erfasst werden.  



Mit diesem Eintrag werden alle Leistungen einer ambulanten Behandlung, die über eine ambulante Pauschale abgerechnet werden und die gemäss der Fallpauschalendeckung gedeckt sind, auf 'Nicht verrechenbar wegen Fallpauschale' gesetzt.
Für einzelne ambulante Pauschalen, für die die Implantate zusätzlich verrechnet werden dürfen, werden Einträge in dieser Entscheidungstafel erfasst, bei denen sowohl der Leistungskatalogtyp wie auch die betroffene Leistungsnummer eingetragen werden. Hier muss dann die Fallpauschalendeckung eingetragen werden, bei der die Implantate nicht gedeckt sind.


Hinweis: Diese Erweiterung der Funktionalität ist nur für die Abrechnung der ambulanten Pauschalen gedacht und sollte nicht auch für andere Kataloge verwendet werden.

ET Verrechenbarkeit

Sollen gewisse Leistungen (wie mitgegebene Medikamente) doch bei einer ambulanten Pauschale verrechnet werden, so kann über die ET Verrechenbarkeit gesteuert werden, dass dies trotz der Pauschale verrechnet werden.

Dabei ist es wichtig, dass bei der resultierenden Verrechenbarkeit "JaTrotzFallpauschale" ausgewählt wird.

Mechaniken

Für die Leistungen des LKAAT und des TARDOC können keine Mechaniken eingerichtet werden. Da in den TARDOC-Leistungen die Sparten der Wechselzeiten nicht immer zu den Sparten der Leistungen passen, ist eine eindeutige Zuordnung nicht möglich. Ausserdem gibt es zeitabhängige Wechselzeiten, die anhand der Dauer des gesamten Eingriffs bestimmt werden müssten.
Ausnahme ist die Anästhesie.
Da in den LKAAT-Leistungen keine Interventions-Aufwandklasse (IAK) hinterlegt ist, kann hier auch keine automatische Generierung der passenden LKAAT-Anästhesieleistungen erfolgen. Gemäss Vorgabe der HPlus soll bei der Erfassung eines Eingriffes, bei dem eine Anästhesie erfolgt ist,

  • für MAC-Anästhesie die LKAAT-Leistung
    • WA.10.0010 'Tätigkeit des Anästhesisten während der operativen Versorgung (Anästhesiezeit), Monitored Anesthesia Care (MAC), pro 1 Min.'
  • Für andere Anästhesien eine der LKAAT-Leistungen
    • WA.10.0020 'Tätigkeit des Anästhesisten während der operativen Versorgung (Anästhesiezeit), Interventions-Aufwandklasse I, pro 1 Min.'
    • WA.10.0030 'Tätigkeit des Anästhesisten während der operativen Versorgung (Anästhesiezeit), Interventions-Aufwandklasse II, pro 1 Min.'
    • WA.10.0040 'Tätigkeit des Anästhesisten während der operativen Versorgung (Anästhesiezeit), Interventions-Aufwandklasse III, pro 1 Min.'
    • WA.10.0050 'Tätigkeit des Anästhesisten während der operativen Versorgung (Anästhesiezeit), Interventions-Aufwandklasse IV, pro 1 Min.'

Erfolgt die Abrechnung nach TARDOC, können dann anhand der höchsten IAK der in der Sitzung generierten TARDOC-Leistungen die korrekten TARDOC-Anästhesieleistungen generiert werden (Ein-/Ausleitung, Tätigkeit des Anästhesisten und Postoperative Betreuung).
Die benötigten Blockleistungen und Einträge in der Entscheidungstafel werden bei der Installation angelegt.

Bei Kindern bis zu 2 Jahren werden immer die Anästhesieleistungen der IAK III abgerechnet.

Bei Kindern bis zu 7 Jahren und bei Patienten > 70 Jahren kann gemäss den Kapitelinterpretationen des TARDOC-Kapitels WA 'Anästhesie' in begründeten Fällen die IAK um eine Klasse erhöht werden.
Um dies in der Abrechnung zu steuern, wird eine zusätzliche Leistung benötigt, anhand derer die Anästhesieleistungen der erhöhten IAK generiert werden. Diese Leistung muss dann zusätzlich zur LKAAT-Leistung WA.10.00xx erfasst werden.

Ausserdem wurden zwei technische Leistungen angelegt, die als Parameter für das Generieren der Anästhesieleistungen gemäss höchster IAK oder gemäss erhöhter IAK dienen.
Um diese technischen Leistungen und die Steuerleistung für die Anästhesie-Mechaniken, die in den Programm-Settings 'AnaesthesieSteuerLeistungsNummer' und 'AnaesthesieMACSteuerLeistungsNummer' hinterlegt sind, aus den erfassten LKAAT-Anästhesieleistungen generieren zu können, werden zwei neue Rechenformeln benötigt.




Für die Anästhesieleistungen des LKAAT-Kataloges, die erfasst werden, werden diese Rechenformeln dann über die Entscheidungstafel ETRechenformel ausgelöst:

Hinweis: Bei der Einzelleistungsabrechnung (TARODC) der Anästhesien bei Mehrfacheingriffen mit unterschiedlichen Interventionsaufwandklassen hat sich das Regelwerk im TARDOC im Vergleich zum Tarmed geändert. Im Tarmed galt die Regelung, dass die Tätigkeit des Anästhesisten jeweils anhand der Anästhesierisikoklasse der einzelnen Leistung berechnet wird, im TARDOC gilt auch für die Tätigkeit des Anästhesisten (Anästhesiezeit) die höchste IAK.

Generelle Vorgaben für die Parametrierung

  • Aus Rechenformeln auf Fallebene dürfen keine LKAAT-Leistungen generiert werden
  • Bei Abos / Abo-Rechenformeln dürfen keine LKAAT-Leistungen generiert werden.
  • Medikamente, die dem Grouper mitgegeben werden müssen, müssen einem Tariftyp mit Haupttariftyp 'Drug' haben.
  • TARDOC-Leistungen und ambulante Pauschalen dürfen nicht generiert werden
    • Aus Rechenformeln
    • Aus Blockleistungen(Ausnahme ist der Mechanik-Block zur Generierung der TARDOC-Anästhesien)
    • Aus Abos
    • Aus Aufenthaltsstaffelungen
    • Direkt aus ETs
    • …




Bewegungsdaten

Ambulante Behandlung

Für die Abrechnung müssen die erfassten Leistungen und Sitzungen zu ambulanten Behandlungen zusammengefasst werden. Die ambulanten Behandlung(en) eines Falles werden bei der Fakturierung angelegt, da bei der Abrechnung nach einer ambulanten Pauschale alle Leistungen einer ambulanten Behandlung unter diese Pauschale fallen. Die Prüfung, welche Sitzungen / Leistungen einer ambulanten Behandlung zugeordnet werden, erfolgt gemäss dem Regelwerk aus Anhang B 'Anwendungsmodalitäten und erläuternde Dokumente' des Tarifstrukturvertrages.
Anhand des Program-Settings 'Fachbereich in Gruppierung/Fakturierung einbez..' kann gesteuert werden, ob bei der Bildung der ambulanten Behandlung der Fachbereich aus der Sitzung berücksichtigt wird. Ist dieses nicht gesetzt, dann können die Sitzungen unterschiedlicher Fachbereich zu eine ambulanten Behandlung zusammengefasst werden.  Der Fachbereich der ambulanten Behandlung wird dann aus der Organisationseinheit (auftraggebende oder auftragerbringende OE, je nachdem, wie das Programm-Setting 'Fachbereich aus Sitzung' gesetzt ist) mit der höchsten Priorität der betroffenen Sitzungen übernommen.


Die ambulanten Behandlungen eines Falles werden im Reiter 'ambulante Behandlungen' aufgelistet.


Bei Doppelklick auf einer Zeile werden die Details der ambulanten Behandlung angezeigt und die Sitzungen, die zu dieser ambulanten Behandlung zusammengefasst wurden.




Nach dem Löschen der Vorfaktur bleiben die ermittelten ambulanten Behandlungen stehen und werden nicht gelöscht. Erst wenn der Fall erneut fakturiert wird oder in Job 0 bewertet wird, werden auch die ambulanten Behandlungen neu gebildet.
Bei einer Refaktur nach einem Storno werden die ambulanten Behandlungen ebenfalls neu gebildet.
Bei der Prüfung, welche Sitzungen und Leistungen zu ambulanten Behandlungen zusammengefasst werden müssen, wird auch geprüft,

  • Ob es bei demselben Fall bereits fakturierte Leistungen gibt, die in die ambulante Behandlung fallen würden
  • Ob des zu demselben Patienten auf anderen Fällen Sitzungen und Leistungen gibt, die in die ambulante Behandlung fallen würden

In dieser Situation wird eine Fehlermeldung ausgegeben,

  • die Rechnung des Falles, auf der die Sitzungen / Leistungen fakturiert wurden, muss zunächst storniert werden, bzw.
  • die Sitzungen und Leistungen müssen auf den richtigen Fall umgehängt werden.

Für jede ambulante Behandlung mit einer Pauschale oder eine Triggerposition für die Folgejahre wird beim Verbuchen eine eigene Laufnummer generiert die beim Verbuchen ins Finanz benötigt.

Sitzung

Um die Sitzungen zu ambulanten Behandlungen zusammenfassen zu können, müssen die entsprechenden Kriterien auf Sitzungsebene erfasst sein.
Dazu wurden die entsprechenden Felder in der Sitzung ergänzt

  • Diagnose
    Die Diagnose zu den Leistungen dieser Sitzung (ICD-10)
  • Seite
    Falls bei der Diagnose eine Seite gefordert ist, muss diese hier erfasst werden.
  • Die ambulante Behandlung wird bei der Abrechnung gebildet und kann nicht erfasst oder mutiert werden.
  • Vertraulich
    Vertraulichkeitskennzeichen der Diagnose
    Die Frage, wie die Diagnose auf der Rechnung / im XML dargestellt werden soll ist noch nicht vollständig geklärt. Wahrscheinlich darf nur die erste Stelle des Diagnosecodes in Kombination mit dem Capitulum auf der Rechnung erscheinen. Für die detaillierte Diagnose muss dann zusätzlich die ‚general notification' erstellt werden..
  • Der Fachbereich muss beim Anlegen der Sitzung abgefüllt werden.
    Wird beim Anlegen der Sitzung zunächst kein Fachbereich hinterlegt, so wird dieser aus der ersten erfassten Leistung ermittelt. Wird in der Leistung ein ausführender Arzt erfasst, dann wird der in den Stammdaten es Arztes hinterlegte Fachbereich in die Sitzung übernommen. Wird kein Arzt erfasst oder ist in den Stammdaten des erfassten Arztes kein Fachbereich erfasst, dann wird der Fachbereich, je nachdem wie das Programm-Setting 'Fachbereich aus AG oder AE' gesetzt ist, aus der auftraggebenden bzw. aus der auftragerbringenden Organisationseinheit der Leistung übernommen.
    Wird eine Sitzung beim Import von erbrachten Leistungen angelegt, werden der Fachbereich aus der zuerst verarbeiteten Leistung für diese Sitzung übernommen: 
    • Wurde für die Leistung der Fachbereich über die SST geschickt, wird dieser in die Sitzung übernommen
    • Wurde für die Leistung kein Fachbereich geschickt, wird der Fachbereich aus den Stammdaten des ausführenden Arztes übernommen, sofern dieser über die SST geschickt wurde und in den Stammdaten des Arztes ein Fachbereich hinterlegt wurde,
    • Wurde für die Leistung kein Fachbereich geschickt und kann über den ausführende Arzt auch kein Fachbereich ermittelt werden, wird der Fachbereich, je nachdem wie das Programm-Setting 'Fachbereich aus AG oder AE' gesetzt ist, aus der auftraggebenden bzw. aus der auftragerbringenden Organisationseinheit der Leistung übernommen.
  • GUID-Sitzung: eindeutiger Schlüssel der Sitzung, wird beim Anlegen der Sitzung aus der SST übernommen
  • Referenz auf Sitzung mit GUID
    Bei Sitzungen, mit LKAAT-Leistungen, die anderen LKAAT-Leistungen zugeordnet werden müssen , oder mit Leistungen, die in unmittelbarer Abhängigkeit von anderen Leistungen stehen, wird hier die GUID der Sitzung eingetragen, auf deren Leistungen referenziert wird.
  • Referenz-Sitzung
    Sitzung, auf die die aktuelle Sitzung referenziert. 
    Sind in der aktuellen Sitzung die Informationen zum Fachbereich bzw. zur Diagnose nicht erfasst, so werden diese beim Speichern direkt aus der Sitzung, auf die referenziert wird, übernommen.
    Sind Fachbereich oder Diagnose erfasst, so werden diese beim Setzen der Referenz nicht überschrieben.
    Ist weder in der Hauptsitzung noch in der referenzierenden Sitzung eine Diagnose erfasst und wird dann nachträglich in der Hauptsitzung eine Diagnose eingetragen, dann wird diese auch in die referenzierenden Sitzungen übertragen, bei denen noch keine Diagnose gespeichert ist.
    Hinweis: wird die Referenzierung gelöst oder geändert, werden die Daten nicht zurückgesetzt. 
  • Ausnahme amb. Behandlung
    Wenn dieses Kennzeichen gesetzt ist, dann wird die Sitzung bei der Ermittlung der ambulanten Behandlung nicht berücksichtigt.Sitzungen, bei denen dieses Kennzeichen gesetzt ist, dürfen nicht auf eine andere Sitzung referenzieren.
  • Auf Sitzungen, bei denen das Kennzeichen 'Ausnahme von ambulanter Behandlung' gesetzt ist, darf referenziert werden (z.B. Labor)
  • Behandlung über Mitternacht ('Mitternachtszensus')
    Wenn zusammenhängende Sitzungen über Mitternacht erfasst wurden, wird dies mit diesem Kennzeichen definiert.
  • Falls nach ambulanter Pauschale abgerechnet wird, wird diese hier gespeichert. Wird nach Einzelleistungstarif abgerechnet wird hier 'NoAmbP' eingetragen oder das Feld bleibt leer.(Rückgabewert des Groupers)
  • Um Nachvollziehen zu können, wie eine Sitzung erfasst wurde und wie die Felder 'Fachbereich', 'Diagnose' und 'Referenz-Sitzung' ermittelt wurden, wurden zusätzlich die folgenden Felder ergänzt
    • Herkunft Fachbereich
      folgende Werte sind hier möglich
      NAMEBemerkung
      VonAuftragErbringerFallHisaus auftragerbringender OE der Chronik
      VonAuftragErbringerLeistungErbrachtaus auftragerbringender OE der erbrachten Leistung
      VonAuftragErbringerSitzungaus auftragerbringender OE der Sitzung
      VonAuftraggeberFallHisaus auftraggebender OE der Chronik
      VonAuftraggeberLeistungErbrachtaus auftraggebender OE der erbrachten Leistung
      VonAuftraggeberSitzungaus auftraggebender OE der Sitzung
      VonDignitaetSpitalArztaus dem verantwortlichen Arzt 
      VonErbringungsMitarbeiteraus dem ausführenden (erbringenden) Arzt 
      Mitgeliefertaus der SST mitgeliefert
      ManuellManuell erfasst oder geändert
      VonReferenzSitzungaus der Referenzsitzung übernommen
    • Herkunft Diagnose
      folgende Werte sind hier möglich
      NAMEBemerkung
      VonAktiverFallDiagnoseaus der aktiven Diagnose des Falles
      (Diagnosedatum <= Sitzungsdatum)
      Mitgeliefertaus der SST mitgeliefert
      Manuellmanuell erfasst oder geändert
      VonRechnungsDiagnoseaus der Rechnungsdiagnose des Falles
      (Diagnosedatum <= Sitzungsdatum)
      VonReferenzSitzungaus der Referenzsitzung übernommen
    • Herkunft Referenzsitzung
      folgende Werte sind hier möglich
      NAMEBemerkung
      VonCapitulumFachbereichAnhand Capitulum und Fachbereich ermittelt
      VonStatistikLaborleistungZurordnung über die Statistikleistung Labor
      (aus dem Programm-Setting
      ''Statistikleist. f. Laborleistung ')
      Mitgeliefertaus der SST mitgeliefert
      Manuellmanuell erfasst oder geändert
    • Herkunft Sitzung
      folgende Werte sind hier möglich
      NAMEBemerkung
      VonCapitulumFachbereichAnhand Capitulum und Fachbereich ermittelt
      VonStatistikLaborleistungZurordnung über die Statistikleistung Labor
      (aus dem Programm-Setting
      ''Statistikleist. f. Laborleistung ')
      Mitgeliefertaus der SST mitgeliefert
      Manuellmanuell erfasst oder geändert

Diese Felder werden beim Anlegen bzw. bei Änderung der Sitzung oder der Leistung abgefüllt und können vom Benutzer nicht mutiert werden.
Wird in einer Sitzung der Fachbereich, die Diagnose oder die Referenz-Sitzung erfasst oder geändert, so wird im jeweiligen Herkunfts-Feld der Wert auf 'manuell' geändert. 
Wird eine bestehende Sitzung kopiert, dann werden in der neu angelegten Sitzung die Herkunftsfelder ebenfalls auf 'Manuell' geändert.


Leistungserfassung

Um dem Grouper die korrekten Daten übergeben zu können, müssen bei der Leistungserfassung verschiedene Bedingungen erfüllt sein.

  • Leistungen aus den Katalogen TARDOC und den ambulanten Pauschalen dürfen nicht erfasst werden, im Bereich der ärztlichen Leistungen dürfen nur Leistungen des LKAAT erfasst werden.
  • LKAAT-Leistungen, die als Zuschlagsleistungen definiert sind ('EZ' oder 'PZ') werden bei den LKAAT-Hauptleistungen, zu denen sie erfasst werden können, vorgeschlagen.LKAAT-Zuschlagsleistungen können nicht ohne eine Hauptleistung erfasst werden.
  • Sitzungen, auf denen Leistungen des LKAAT erfasst sind, können nur fakturiert werden, wenn auf der Sitzung eine ICD-10 Diagnose vorhanden ist.
  • Sitzungen, auf denen nur LKAAT-Leistungen erfasst sind, die zugeordnet werden müssen, müssen einer Sitzung zugeordnet werden, auf der die LKAAT-Leistungen vorhanden sind, auf die sie sich beziehen (und die nicht zugeordnet werden müssen).
  • Sitzungen, auf denen Labor-Leistungen vorhanden sind, brauchen ebenfalls eine Zuordnung zu einer Sitzung, auf der LKAAT-Leistungen erfasst sind.
  • Sitzungen, auf denen Leistungen erfasst sind, die eine eigene ambulante Behandlung benötigen (z.B. Tumorboard) dürfen nicht einer anderen Sitzung zugeordnet werden.
  • Auf Sitzungen, bei denen das Kennzeichen 'Ausnahme von ambulanter Behandlung' gesetzt ist, darf referenziert werdenAuch nicht bei Labor oder Berichten? (Z.B. Berichte oder Labor).
  • Anästhesien: wenn eine Anästhesie erbracht wurde, wird abhängig davon , ob es sich um eine MAC-Anästhesie oder eine 'normale' Anästhesie handelt, eine der folgenden LKAAT-Leistungen erfasst mit der jeweiligen Dauer der Anästhesie erfasst
    • MAC-Anästhesie
      • WA.10.0010
    • Allgemeine Anästhesie
      • WA.10.0020
      • WA.10.0030
      • WA.10.0040
      • WA.10.0050

Ausserdem können für die MAC-Anästhesien die LKAAT-Leistungen

      • WA.05.0010 'Einleitung und Ausleitung Anästhesie, Monitored Anesthesia Care (MAC)' und
      • WA.15.0010 'Postoperative Betreuung Anästhesie, Monitored Anesthesia Care (MAC)'

Erfasst werden, und für die Nicht-MAC-Anästhesien kann für

    • die Ein-/Ausleistung eine der Leistungen
      • WA.05.0020 'Einleitung und Ausleitung Anästhesie, Interventions-Aufwandklasse I'
      • WA.05.0030 'Einleitung und Ausleitung Anästhesie, Interventions-Aufwandklasse II'
      • WA.05.0040 'Einleitung und Ausleitung Anästhesie, Interventions-Aufwandklasse III'
      • WA.05.0050 'Einleitung und Ausleitung Anästhesie, Interventions-Aufwandklasse IV'

erfasst werden,

    • Und für die Postoperative Betreuung eine der Leistungen
      • WA.15.0020 'Postoperative Betreuung Anästhesie, Interventions-Aufwandklasse I'
      • WA.15.0030 'Postoperative Betreuung Anästhesie, Interventions-Aufwandklasse I'
      • WA.15.0040 'Postoperative Betreuung Anästhesie, Interventions-Aufwandklasse I'
      • WA.15.0050 'Postoperative Betreuung Anästhesie, Interventions-Aufwandklasse IV'.


Anhand dieser Leistung werden dann bei Einzelleistungsabrechnung (TARDOC) die Leistungen der Sitzung mit einer IAK (Interventions-Aufwandklasse) gesammelt und die passenden TARDOC-Anästhesieleistungen generiert anhand der höchsten IAK. Bei Abrechnung einer Pauschale, werden keine Anästhesie-Leistungen generiert. Sind auf einer Sitzung sowohl die Leistung WA.10.0010 (MAC-Anästhesie) als auch eine der Leistungen WA.10.0020, WA.10.0030, WA.10.0040 oder WA.10.0050 erfasst, wird eine Fehlermeldung ausgegeben.

Hinweis: Die Anästhesie-Steuerleistung bzw. die Anästhesie-MAC-Steuerleistung, die in den Programmsettings 'Anästhesie-Steuerleistung' bzw .'Anästhesie MAC-Steuerleistung' hinterlegt sind, dürfen in Kombination mit LKAAT-Leistungen nicht erfasst werden. Hier muss für die 'normale' Anästhesie eine der LKAAT-Leistungen WA.10.0020, WA.10.0030, WA.10.0040 oder WA.10.0050 und für die MAC-Anästhesie die LKAAT-Leistung WA.10.0010 erfasst werden. Die Steuerleistungen zum Auslösen der TARDOC-Anästhesien, die in den Programm-Settings hinterlegt sind, werden aus den oben beschriebenen Rechenformeln generiert.

Hinweis: Erfasste LKAAT-Leistungen aus den Anästhesie-Kapiteln WA.05 'Ein- und Ausleitung', WA.10 'Anästhesiezeit' und WA.15 'Postoperative Betreuung' werden nicht direkt in TARDOC-Leistungen umgewandelt. Die Generierung der TARDOC-Anästhesien erfolgt nur über die Anästhesiemechanik.

  • Anästhesien bei Fällen ohne LKAAT / TARDOC-Eingriffe
    Ab der Version 2026.1 gibt es auf Ebene des Falles das neue Kennzeichen 'LKAAT-Anaesth. in TARDOC'  ('HatUmwandlLKAATAnaestInTARDOC'). Wenn dieses auf Fallebene gesetzt ist, dann werden die erfassten LKAAT-Anästhesieleistungen aus den Kapiteln
    • WA.05 'Ein- und Ausleitung',
    • WA.10 'Anästhesiezeit' und
    • WA.15 'Postoperative Betreuung'

Direkt in die entsprechenden TARDOC-Leistungen umgewandelt, die Mechanik der Anästhesiegenerierung wird unterdrückt.

Das Kennzeichen sollte ausschliesslich für Fälle genutzt werden, bei denen aufgrund von Leistungen ausserhalb der LKAAT-/TARDOC-Leistungen (z.B. Zahn-OPs) dennoch eine Anästhesie aus dem Katalog TARDOC abgerechnet werden darf. Hier müssen dann auch jeweils die korrekten LKAAT-Leistungen aus den Kapiteln WA.05, WA.10 und WA.15 erfasst werden. 
Für die anderen ambulanten Fälle, bei denen LKAAT-Leistungen erfasst sind, die bei der Abrechnung in TARDOC-Leistungen umgewandelt werden, darf dieses Kennzeichen nicht gesetzt werden, da sonst weder die Prüfung auf die Interventionsaufwandsklasse durchgeführt wird noch die Referenzierung auf den TARDOC-Eingriff/die TARDOC-Eingriffe gemacht wird.



  • Zuweisung einer Triggerleistung zu einem Garanten
    Wird eine LKAAT-Triggerleistung in der Leistungserfassung direkt einem Zahler zugewiesen, so wird dies in die aus der Triggerleistung ermittelte Pauschale übernommen und die Pauschale an diesen Zahler verrechnet.
    Werden zu der Triggerleistung zusätzlich LKAAT-Anästhesieleistungen erfasst, die zur Pauschale gehören, müssen diese demselben Zahler zugewiesen werden wie die Triggerleistung, da diese auch bei der Abrechnung nach Pauschale auf der Rechnung bzw. im Rechnungs-XML angezeigt werden müssen (mit Tariftyp 'TMA'). 

Leistungsimport

Hinweis: alle hier beschriebenen Regeln in Bezug auf die Referenzierung von Sitzungen werden nur angewandt, wenn mindestens eines der Felder SitzungsGUID, Fachbereich oder Diagnose geliefert wird.
Für Leistungen, die ohne SitzungsGUID, ohne Fachbereich und ohne Diagnose geschickt werden, werden die beschriebenen Prüfungen und Funktionalitäten nicht ausgeführt. Ausnahmen hierfür sind Laborleistungen (Leistungskatalogtyp 'Analyseliste') und Leistungen, bei denen im Katalog das Kennzeichen 'Zuordnen' gesetzt ist. 


  • Wird auf eine Sitzung referenziert, die (noch) nicht vorhanden ist, dann kann die Leistung nicht eingelesen werden. Es wird ein Fehler ausgegeben(Es ist nicht sinnvoll, die Sitzung einfach anzulegen).
  • Wird eine LKAAT-Leistung geschickt, die einer anderen Leistung zugeordnet werden muss, aber keine Zuordnung vorhanden ist und auch anhand der Kriterien keine eindeutige Zuordnung erfolgen kann, dann muss der Benutzer die Zuordnung im Import vornehmen. Vorgeschlagen werden Sitzungen anhand des Zuordnungsdatums und der Sitzung (wenn vorhanden). Wird auf der Leistung, die zugeordnet werden muss, keine Diagnose geliefert, dann wird die Diagnose der Muttersitzung in Sitzung der neuen Leistung übernommen.
  • Werden für denselben Tag Leistungen mit verschiedenen SitzungsGUIDs geschickt, dann wird beim Import der Leistungen für jede SitzungsGUID immer eine neue Sitzung angelegt, auch dann, wenn gemäss dem Eintrag in der Entscheidungstabelle 'Import Leistungerbracht Default' definiert ist, dass nur eine Sitzung pro Tag angelegt werden soll.
  • Werden für denselben Tag Leistungen ohne SItzungsGUID geschickt aber mit verschiedenen Diagnosen oder Fachbereichen, wird für jede Kombination aus Diagnose und Fachbereich eine neue Sitzung angelegt, auch dann, wenn gemäss dem Eintrag in der Entscheidungstabelle 'Import Leistungerbracht Default' definiert ist, dass nur eine Sitzung pro Tag angelegt werden soll.

Leistungen können auch auf Sitzungen importiert / eingelesen werden, auf denen es bereits fakturierte Leistungen gibt. Ebenso können Leistungen importiert / eingelesen werden, die auf Sitzungen referenzieren, auf denen es bereits fakturierte Leistungen gibt. Ggf. führt das dann bei der Abrechnung zu einer Fehlermeldung.

Belegung des Fachbereiches einer Sitzung

Die Belegung des Fachbereiches einer Sitzung erfolgt mehrstufig.

  • Beim Anlegen einer neuen Sitzung wird zunächst geprüft, ob über die Schnittstelle ein Fachbereich (Austrittshauptabteilung) geliefert wurde. In diesem Fall wird dieser in die neue Sitzung übernommen. Werden mehrere Leistungen mit unterschiedlichen Fachbereichen (Austrittshauptabteilungen) mit derselben SitzungsGUID geliefert, so wird für jeden Fachbereich eine neue Sitzung angelegt.
  • Wird über die SST kein Fachbereich (Austritthauptabteilung) geliefert, wird geprüft, ob beim ausführenden Arzt in den Stammdaten ein Fachbereich hinterlegt ist, und dieser dann in die Sitzung übernommen, sofern hier noch kein Fachbereich vorhanden ist.
    ist beim ausführenden Arzt kein Fachbereich hinterlegt, wird geprüft, ob beim verantwortlichen Arzt in den Stammdaten ein Fachbereich hinterlegt ist,  und dieser dann in die Sitzung übernommen, sofern hier noch kein Fachbereich vorhanden ist.
    Das heisst, der Fachbereich des ausführenden bzw. des verantwortlichen Arztes wird nur dann in die Sitzung übernommen, wenn noch kein Fachbereich ermittelt werden konnte. Sobald ein Fachbereich auf der Sitzung hinterlegt ist, und es wird für einen anderen erbringenden oder ausführenden Arzt in einer der Leistungen ein anderer Fachbereich ermittelt, wird eine neue Sitzung angelegt, in der der Fachbereich des Arztes übernommen wird.
  • Wenn auch für die Ärzte kein Fachbereich ermittelt werden konnte, wird anhand des Programm-Settings 'Fachbereich aus AG oder AE' geprüft, ob der Fachbereich aus der auftraggebenden oder der auftragerbringenden Organisationseinheit übernommen werden soll. Ist in der Organisationseinheit ein Fachbereich eingetragen, so wird dieser in die Sitzung übertragen.  
    Wird anhand der Organisationseinheit einer anderen Leistung ein anderer Fachbereich ermittelt, so wird eine neue Sitzung angelegt, sofern noch keine Sitzung am selben Tag mit demselben Fachbereich vorhanden ist.
  • Wird in einer Sitzung, die nur Leistungen enthält, die zugeordnet werden müssen, eine Referenzsitzung geliefert oder gefunden, werden Fachbereich und / oder Diagnose aus der Referenzsitzung übernommen, sofern auf der Sitzung mit den zuzuordnenden Leistungen kein Fachbereich bzw. keine Diagnose geliefert werden.


Zuordnung von Leistungen

Bei Leistungen, die im Leistungskatalog das Kennzeichen 'Zuordnen' gesetzt ist und Laborleistungen, also Leistungen mit dem Leistungskatalogtyp 'Analyseliste', wird beim Import geprüft, ob sie zugeordnet werden können und ggf. die Zuordnung direkt in die entsprechende Sitzung eingetragen.

Wenn auf derselben Sitzung (gleiche SitzungsGUID) sowohl Leistungen, die NICHT zugeordnet werden müssen, als auch Leistungen, die zugeordnet werden müssen, oder Laborleistungen geschickt werden, wird keine Referenzierung benötigt. Bei den Leistungen, die nicht zugeordnet werden müssen, muss es sich um LKAAT-Leistungen oder um Tätigkeitsleistungen handeln, bei Leistungen aus anderen Katalogen, die nicht zugeordnet werden müssen, gilt dieser Regelung nicht.
Das heisst, werden Leistungen, die zugeordnet werden müssen, oder Laborleistungen zusammen mit Leistungen, die nicht zugeordnet werden müssen, aus anderen Katalogen als LKAAT und Tätigkeitsleistungen geschickt, wird eine Referenzierung gefordert.  

Laborleistungen
Werden Laborleistungen ohne eine Referenzierung geschickt (Feld ReferenzSitzungGUID ist leer), wird geprüft, ob es Sitzungen mit Datum vor dem Erbringungsdatum der Laborleistungen gibt, auf denen die Statistikleistung aus dem Programm-Setting ‘StatistikLaborLeistung’ erfasst ist. Wird eine solche Sitzung gefunden, dann wird diese als Referenzsitzung in die Laborsitzung übernommen. Werden mehrere Sitzungen mit dieser Steuerleistung gefunden, dann wird diejenige Sitzung als Referenzsitzung eingetragen, deren Datum dem Erbringungsdatum der Laborleistungen am nächsten ist.
Wird keine passende Sitzung gefunden, dann läuft der Import auf eine Warnung (Importstatus = 'FehlerhaftVerarbeitungWarnung'). 
Über den Menüpunkt 'ImportTrotzFehlerWarnungImportieren'' können die Laborleistungen dann auch ohne Referenzierung importiert werden.

Diese Regelung gilt für alle Leistungen des Leistungskataloges 'Analyseliste', das Kennzeichen 'Zuordnen' aus den Stammdaten wird für diese Leistungen nicht berücksichtigt.

Leistungen, die zugeordnet werden müssen

Werden Leistungen, bei denen das Kennzeichen 'Zuordnen' im Leistungskatalog gesetzt ist, auf einer Sitzung ohne Referenzierung und ohne LKAAT-Leistungen, die nicht zugeordnet werden müssen, geschickt, dann läuft der Import auf eine Warnung (Importstatus = 'FehlerhaftVerarbeitungWarnung'). 
Über den Menüpunkt 'ImportTrotzFehlerWarnungImportieren'' können die Laborleistungen dann auch ohne Referenzierung importiert werden.


Fakturierung

Die ambulante Behandlung wird beim Erstellen der Vorfaktur eines ambulanten Falles gebildet, wenn das Programm-Setting 'URL Tarifmatcher' gesetzt ist. Wird bei der Prüfung der zu fakturierenden Leistungen festgestellt, dass zu einer ambulanten Behandlung auch Sitzungen mit bereits fakturierten Leistungen gehören, kann der Fall so nicht abgerechnet werden, die Abrechnung läuft dann auf einen Fehler (mit Angabe der Rechnungsnummer).
Die so gebildeten ambulanten Behandlungen mit ihren erfassten Leistungen werden dann dem Grouper übergeben, der entscheidet, ob die ambulante Behandlung nach Einzelleistungstarif (TARDOC) oder nach ambulante Pauschale abgerechnet werden soll.

Ist das Programm-Setting nicht gesetzt, werden die LKAAT-Leistungen eines ambulanten Falles direkt in TARDOC-Leistungen umgewandelt, sofern es eine entsprechende TARDOC-Leistung gibt.

Bei der Abrechnung von externen Aufträgen werden die LKAAT-Leistungen immer direkt in die entsprechende TARDOC-Leistung umgewandelt, soweit möglich, unabhängig davon ob das Programm-Setting 'URL Tarifmatcher' gesetzt ist oder nicht.

Einzelleistungsabrechnung (Abrechnung nach TARDOC)

Hier werden die LKAAT-Leistungen in die entsprechenden TARDOC-Leistungen umgewandelt. Abgerechnet werden dann die TARDOC-Leistungen, die erfassten LKAAT-Leistungen sind nicht verrechenbar. Ausserdem können die TARDOC-Anästhesien anhand der höchsten IAK generiert werden.
Werden TARDOC-Leistungen aus erfassten LKAAT-Leistungen generiert, die dazu führen, dass ein Limit überschritten ist, dann wird für die TARDOC-Leistungen nur die erlaubte Menge abgerechnet, sofern die 'Erweiterte Limitierung' aktiv ist. Die TARDOC-Leistungen, die das Limit überschreiten, werden auf 'Nicht verrechenbar wegen Limitierung' gesetzt.

Abrechnung ambulante Pauschale

Die vom Grouper zurück gelieferte ambulante Pauschale wird verrechnet, die LKAAT-Leistungen, die zu dieser ambulanten Behandlung gehören, sind nicht verrechenbar.Mitgegebene Medikamente sind generell verrechenbar, auch wenn sie im Rahmen einer ambulanten Behandlung abgegeben wurden, die nach einer Pauschale abgerechnet wird.

In die ambulante Pauschale werden die auftragerbringende Organisationseinheit und die Ärzte (erbringender Arzt, verantwortlicher Arzt. Honorararzt) aus der Triggerleistung übernommen. Sind auf der ambulanten Behandlung, die nach einer Pauschale abgerechnet wird, mehrere Trigegrleistungen vorhanden, so werden die Daten aus der Triggerleistung mit dem jüngsten Erbringungsdatum ind die Pauschale übernommen.


Zwischenrechnung mit Stichdatum

Ab der Version vom 20.07.2026 wird es zusätzlich eine Prüfung bei der Erstellung von Zwischenrechnungen mit einem Stichdatum geben:

Wird bei der Fakturierung eine Sitzung verarbeitet wird, deren Sitzungsdatum vor dem Stichdatum liegt und auf der mindestens zu offene Leistung erfasst wurde, wird geprüft, ob

  • es eine Sitzung gibt, deren Datum nach dem Stichdatum der Fakturierung liegt, und die auf die aktuelle Sitzung referenziert, oder
  • es eine Sitzung mit Datum = Stichdatum + 1 gibt, bei der das Kennzeichen ‘Behandlung über Mitternacht’ (HatMitternachtszensus) gesetzt ist

Wird eine solche Sitzung gefunden, dann wird die aktuelle Sitzung mit ihren Leistungen in diesem Lauf nicht verarbeitet, und auch alle anderen Sitzungen (mit ihren Leistungen), die auf die aktuelle Sitzung referenzieren, auch dann, wenn ihr Sitzungsdatum vor dem Stichdatum der Fakturierung liegt

Ausserdem wird geprüft, ob am gleichen Tage eine Sitzung vorhanden ist, auf der mindestens eine Leistung vorhanden ist, die einem der im Programm-Setting ‘Leistungskatalog für automat. Zuweisung der Sitzung’ hinterlegten Leistungskatalogen zugeordnet ist. Diese Sitzung wird dann ebenfalls im aktuellen Fakturalauf nicht verarbeitet.

Die so vom aktuellen Fakturalauf ausgeschlossenen Sitzungen können dann in einem späteren Fakturalauf verarbeitet werden, wenn das Stichdatum nach der letzten auf sie referenzierenden Sitzung liegt

Beispiel

Im Programm-Setting ‘Leistungskatalog für automat. Zuweisung der Sitzung’ sind die Kataloge ‘Material’ und ‘Medikamente’ hinterlegt

Folgende Sitzungen und Leistungen sind bei einem Fall erfasst

Sitzung

Datum

Referenz
Sitzung

Leistungs-
Katalog

Leistungs-
nummer

1

20.05.2026


LKAAT

AA.00.0010

LKAAT

AK.00.0010

2

21.05.2026

1

LKAAT

AA.15.0010

3

22.05.2026

1

Analyseliste

1246.00

Analyseliste

1247.00

4

25.05.2026


LKAAT

AA.00.0010

LKAAT

AK.00.0010

5

27.05.2026


Physio

7301

6

28.05.2026


LKAAT

AA.00.0010

7

30.05.2026


Medikamente

123123

Medikamente

123125

8

30.05.2026


Materialien

233445

Materialien

233456

9

30.05.2026


LKAAT

C08.SA.0580

10

31.05.2026

9

LKAAT

AA.15.0010

11

02.06.2026

4

LKAAT

AA.15.0010

12

02.06.2026

9

LKAAT

AA.15.0030

13

04.06.2026

9

LKAAT

AA.25.0010


Sitzungen, bei denen eine Referenz-Sitzung eingetragen ist,

  • Sitzung 2 mit Datum 22.05.2026 referenziert auf Sitzung 1 mit Datum 20.05.2026
  • Sitzung 3 mit Datum 22.05.2026 referenziert auf Sitzung 1 mit Datum 20.05.2026
  • Sitzung 11 mit Datum 02.06.2026 referenziert auf Sitzung 4 mit Datum 25.05.2026
  • Sitzung  10 mit Datum 31.05.2026 referenziert auf Sitzung 9 mit Datum 30.05.2026
  • Sitzung 12 mit Datum 02.06.05.2026 referenziert auf Sitzung 9 mit Datum 30.05.2026
  • Sitzung 13 mit Datum 04.06.2026 referenziert auf Sitzung 9 mit Datum 30.05.2026

Bei einer Zwischenrechnung mit Stichdatum 31.05.2026 werden folgende Sitzungen und ihre Leistungen selektiert und verarbeitet

  • Sitzung 1 mit Datum 20.05.2026 und die darauf referenzierenden Sitzungen 2 mit Datum 22.05.2026 und 3 mit Datum 22.05.2026 selektiert,
  • Sitzung 5 mit Datum 27.05.2026, auf die nicht referenziert wird
  • Sitzung 6 mit Datum 27.05.2026, auf die nicht referenziert wird

Nicht verarbeitet werden

  • Sitzung 4 mit Datum 25.05.2026, da die Sitzung 11 mit Datum 02.06.2026 auf sie referenziert
  • Sitzung 9 mit Datum 30.05.2026, da die Sitzung 12 mit Datum 02.06.2026 und die  Sitzung 13 mit Datum 04.06.2026 , auf sie referenzieren
  • Sitzung 10 mit Datum 31.05.2026, da sie auf die Sitzung 9 selektiert, die nicht verarbeitet wird
  • Sitzung 7 mit Datum 30.05.2026 und Sitzung 8 mit Datum 30.05.2026, da sie das gleiche Sitzungsdatum haben , wie die Sitzung 9 und auf ihnen Leistungen aus den Katalogen ‘Medikament’ bzw.  ‘Materialien’ erfasst sind, die gemäss Programmsetting  ‘Leistungskatalog für automat. Zuweisung der Sitzung’ automatisch zugewiesen werden müssen.


Nachträglich erfasste LKAAT-Leistungen in bereits abgerechnete Perioden

Werden nachträglich erfasste LKAAT-Leistungen fakturiert, die in einer bereits abgerechneten Periode erbracht wurden, dann wird geprüft, ob es am selben Tag Sitzungen mit fakturierten LKAAT-Leistungen gibt, mit einer Diagnose aus demselben Capitulum und ggf. demselben Fachbereich falls das Programmsetting ‘Fachbereich in Gruppierung/Fakturierung einbez.’ gesetzt ist. Werden solche Sitzungen gefunden, dann bricht die Fakturierung mit einer Fehlermeldung ab.

Hierbei wird nicht unterschieden, ob die fakturierten LKAAT-Leistungen in TARDOC umgewandelt wurden oder unter eine Pauschale fallen, da die Verbuchung und ggf. der Storno sehr komplex wäre, wenn diese Leistungen separat abgerechnet werden könnten:

  • Wenn die bereits fakturierten Leistungen unter einer Pauschale abgerechnet wurden, wurde diese nicht auf den Fall sondern auf eine ambulante Behandlung des Falles gebucht. Die nachträglich erfassten Leistungen müssten dann derselben ambulanten Behandlung zugeordnet und nicht verrechnet werden. Beim Storno müsste dann aber sichergestellt werden, dass alle Sitzungen und Leistungen, die zu einer ambulanten Behandlung gehören und abgerechnet wurden, gemeinsam storniert werden.
  • Wurde nach TARDOC abgerechnet, können diese TARDOC-Leistungenaus LKAAT-Leistungen entstanden sind, die als ‘zukünftige Triggerleistungen’ gekennzeichnet sind und daher auch auf eine ambulante Behandlung gebucht wurden und nicht auf den Fall. Auch hier müsste sichergestellt werden, dass bei einem Storno alle Sitzungen und Leistungen einer ambulanten Behandlung gemeinsam storniert werden.
  • Handelt es sich bei den fakturierten Leistungen um TARDOC-Leistungen, die nicht aus potentiellen LKAAT-Triggerleistungen entstanden sind, besteht die Möglichkeit, dass es sich bei den nachträglich erfassten LKAAT-Leistungen um Triggerleistungen oder potentielle Triggerleistungen handelt, die dann dazu führen würden, dass hier nicht auf den Fall sondern auf die ambulante Behandlung gebucht werden müsste. 

XML 5.0

Für die Abrechnung der ambulanten Pauschalen und der TARDOC-Leistungen müssen die Rechnungen im XML 5.0 Format erstellt werden.
Hier gibt es Änderungen im Bereich der Ärzte, die neu als 'partners' geführt werden, mit unterschiedlichen Typen.
Welche im Fall erfassten Adressen mit welchem typ geschrieben werden, kann im Codeitem 'Rolle' in 'Codeeinträge Externes System' mit dem Externen System 'XML Rechnung' hinterlegt werden.
Beispiel: Rolle 'Einweisender Arzt'

Folgende Typen sind im XML 5.0 möglich

Partner type (XML 5.0)

employer

referrer

service_provider

primary_clinician

lead_doctor

assistant_physician

senior_physician

chief_physician

surgeon

anaesthetist

consultant_doctor

internist

co-care

radiologist

nuclear_medicine

other


Welche dieser Typen generell benötigt werden und bei welcher Rolle hinterlegt werden müssen, muss individuell geprüft werden.
Ärzte, die als ausführender Arzt in einer Leistung erfasst sind, werden immer als 'service_provider' aufgeführt* Rekole / LKAAT+

Honorare, speziell dann, wenn eine ambulante Pauschale abgerechnet wird

LKAAT-Leistungen, die zu einem späteren Zeitpunkt erfasst wurden und das Grouper-Ergebnis beeinflussen könnten, und in einen bereits abgerechneten Zeitraum fallen oder mit Leistungen aus einem bereits abgerechneten Zeitraum fallen. In dieser Situation müssten die bereits erstellten Rechnungen storniert werden.

Labor-Leistungen / externe Labore

Berichte – Zuordnung zur korrekten Sitzung

Zweite VorfakturDas heisst, wenn ein Fall bereits in einer Vorfaktur fakturiert wurde und dann in Job 0 bewertet wird (z.B. wenn weitere Leistungen erfasst wurden).

Leistungserfassung: Erbringender Arzt / Verantwortlicher Arzt /Dignität.

Hinweise:

Jede Kombination Arzt / Typ wird im XML nur einmal angezeigt.

Sind auf dem Fall sowohl ein 'Einweisender Arzt' als auch eine 'Einweisende Instanz' erfasst, dann wird der 'Einweisende Arzt' als Referrer übernommen.

Abbildung applizierten und/oder injizierten Arzneimitteln

Es gibt neu ein Program-Setting, bei dem die Versicherungsgruppe hinterlegt werden kann, welche als SL gilt.

Auf der Rechnung und im XML kommen diese dann mit Betrag 0 zur Geltung.

Das würde dann so aussehen:

Fachbereich (section_code) bei Anästhesieleistungen

Für die Leistungen  der Kapitel WA.00 'Anästhesiologische Evaluation',  WA.05 'Ein- und Ausleitung' . WA.10 'Anästhesiezeit' und WA.15'Postoperative Betreuung' wird im XML immer der Fachbereich (section_code) 'M990.01' (Anästhesiologie) eingetragen. unabhängig davon, welcher Fachbereich in der ambulanten Behandlung, der die Anästhesieleistungen zugeordnet wurden, eingetragen ist.
Wird nach einer ambulanten Pauschale abgerechnet und die entsprechenden LKAAT-Leistungen zusätzlich zur Pauschale mit dem Tariftyp 'TMA' (Leistungskatalog ambulante Tarife) ins XML übernommen, werden auch diese mit dem Fachbereich (section_code) 'M990.01' im XML dargestellt

Kostenrechnung

Die Vorgaben für die Kostenrechnung sind von der H+ vorgegeben und beinhalten einige Anpassungen.

In NEXUS / PAT wurden dafür einige Entwicklungen vorgenommen. Eine neue Vorgabe betrifft das Fallhandling. Dabei soll für jede Pauschale und für ambulante Behandlungen mit einer Triggerleistung (für die in den Folgejahren eine Pauschale ausgelöst wird) ein eigener Fall erstellt werden.

Damit Sie als Kunde nicht für diese Situation jeweils einen Fall von Hand erfassen müssen, übernimmt das die Applikation.

Dabei wird eine Laufnummer pro Fall generiert, welche bei 1 beginnt.

Alle Leistungen bleiben auf dem Fall vorhanden und bei der Verbuchung ins Finanz wird das entsprechend berücksichtigt, so dass für die Kostenrechnung alle Vorgaben erfüllt sind.

Details zur Kostenrechnung

Für die Kostenrechnung wurden auch neue Felder hinzugefügt. Diese betreffen vor allen Dingen den neuen LKAAT-Katalog, da der für die Kostenrechnung eingeführt wurde. Es gibt im Leistungsstamm drei neue Felder, die entweder mit Standardwerten der H+ (Nationale Branchen-Normzeiten) oder diese können selbst bestimmt werden (Betriebsbezogene Ist-/Normzeiten).


Bezugsgrössen

Für die Bezugsgrössenermittlung sind genau diese drei Werte neu zur Verfügung, damit man jeweils auf eine eigene Leistungsart verbuchen kann. Dabei wurde das neue Feld "LKAAT-Anteil" erstellt, welches dann die jeweiligen Zeiten aus dem Leistungsstamm ermittelt. Wird hier bspw. "Ärztliche Leistung" selektiert, so werden die 5 Minuten aus dem Leistungsstamm des Feldes "Ärztl. Normzeit" verwendet. Wenn kein Wert vorhanden ist, so wird weiterhin der Taxpunkt intern verwendet.