CHECKED

Das Glossar enthält eine Übersicht der im Handbuch verwendeten Fachbegriffe, Abkürzungen und anwendungsspezifischen Bezeichnungen aus NEXUS / MATERIAL. Es dient als Nachschlagewerk für Benutzer, die sich mit der Terminologie der Applikation vertraut machen oder einzelne Begriffe gezielt nachschlagen möchten.

Die aufgeführten Begriffe beziehen sich auf die Basis-Anwendung des NX und decken sowohl allgemeine Konzepte der Materialwirtschaft als auch spezifische Funktionen und Bezeichnungen innerhalb der Applikation ab. Individuell konfigurierte oder kundenspezifische Bezeichnungen können im produktiven Betrieb abweichen.

BegriffBeschreibung

Batchjob

Ein Batchjob ist ein automatisierter, zeitlich geplanter Bestellprozess. Mit dem optionalen Zusatzmodul Batchjob werden Bestellungen automatisch im NEXUS / MATERIAL über den Bestellvorschlag erstellt und elektronisch an einen Provider (z.B. GHX, Pagero) übermittelt. Die Planung und Überwachung erfolgt über den Batchjob Monitor.

Belegfluss

Der Belegfluss zeigt alle erfassten Belege aus den Bereichen Einkauf und Verkauf (z.B. Bestellungen, Wareneingänge, Lieferscheine, Rechnungen) in einer Übersicht an. Bestehende Belege können zur Ansicht oder Mutation aufgerufen werden. Der zuletzt erfasste Beleg erscheint zuoberst.

Bestandsneubewertung

Die Bestandsneubewertung ermittelt den aktuellen Lagerwert aller Artikel und gleicht allfällige Differenzen aus. Sie wird in der Regel nur zum Jahresabschluss per 31.12. ausgeführt und schliesst die Bewertung des alten Geschäftsjahres ab.

Chargen

Eine Charge ist eine eindeutig identifizierbare Produktionsmenge eines Artikels mit gemeinsamen Eigenschaften (z.B. gleiches Herstellungsdatum). Die Chargenverwaltung ermöglicht die lückenlose Rückverfolgbarkeit eines Artikels vom Eingang bis zur Abgabe. Sie wird pro Artikel im Register Zusätze aktiviert.

Classic (CL)

Abkürzung für Classic. Bezeichnet die ältere Generation der NEXUS-MATERIAL-Software, die aktuell noch im Einsatz ist. Im Handbuch kennzeichnet der Zusatz «nur Classic» bzw. «CL-Maske» Funktionen oder Masken, die noch nicht im NX umgesetzt wurden.

Debitor

Ein Debitor ist ein Kunde bzw. Leistungsbezüger, an den Waren (Artikel) oder Leistungen (Dienst-Leistungen) aus der MAT-Applikation geliefert werden. Im NEXUS / MATERIAL entspricht ein Debitor in der Regel einem internen Kunden pro Klinik-Standort oder einem externen Kunden (z.B. Altersheime). Die Stammdaten werden im FINANZ gepflegt. Interne Stationen / Abteilungen werden ausschliesslich als Lieferstelle unterhalb eines internen Debitors geführt.

Durchlaufartikel (DLF) 

Ein Durchlaufartikel ist ein Artikel, der nicht ins Lager eingebucht wird, sondern direkt an eine bestimmte Lieferstelle geliefert wird. Im Artikelstamm wird dafür eine Standard-Lieferstelle und ein Debitor hinterlegt.

Durchschnittspreis (DP)

Der Durchschnittspreis ist der gewichtete mittlere Einkaufspreis eines Artikels und bildet die Basis für die Berechnung des Lagerwertes. Er wird vom System automatisch anhand des Vortrags und der laufenden Kreditorenbelege (Rechnungen und Gutschriften) berechnet und aktualisiert. Dieser Preis bezieht die tatsächliche Lagermenge mit ein, weil Waren i.d.R. zu unterschiedlichen Preisen eingekauft wurden.

Eigenprodukt

Ein Eigenprodukt ist ein Artikel vom Typ „Eigenherstellung", der intern produziert wird. Er bildet die Basis für den Eigenherstellungsprozess und muss im Artikelstamm als Produktesetkopf mit einer Stückliste angelegt sein.

hospINDEX

hospINDEX ist der Schweizer Artikelkatalog für Spitalbedarf der Partnerfirma HCI Solutions. NEXUS / MATERIAL kann über das optionale Zusatzmodul eine Verbindung zum hospINDEX herstellen. Die Verknüpfung erfolgt über den Pharmacode. Aus dem Katalog werden Zusatzinformationen wie Preise, Kühlpflicht und Kassenpflichtigkeit automatisch übernommen.

Kreditor

Ein Kreditor ist ein Lieferant, von dem Waren oder Leistungen bezogen werden. Die Kreditorenstammdaten werden im FINANZ gepflegt.

Lagerartikel 

Ein Lagerartikel ist ein Artikel, der physisch ins Lager eingebucht wird und dessen Bestand im System geführt wird. Die Bestandsführung erfolgt in der im Artikelstamm definierten Basiseinheit.

Lieferstelle

Eine Lieferstelle ist eine Organisationseinheit (z.B. eine Station oder Abteilung), an die Waren geliefert werden. Sie steht immer in Verbindung mit einem Debitor und wird für die Verbuchung von Warenabgängen, Differenzen und Nachbewertungen benötigt.

Mandant 

Ein Mandant (Im NX: "Profile") ist eine eigenständige organisatorische Einheit im NEXUS-System, z.B. ein Spital oder eine Klinik. Jeder Mandant hat seinen eigenen Datenbestand. Im laufenden Betrieb kann über die Statusleiste zwischen Mandanten gewechselt werden.

Matchcode

Der Matchcode ist ein frei definierbares Suchkürzel für einen Artikel oder eine Leistung. Er ermöglicht eine schnelle Suche, wenn weder Artikelnummer noch exakte Bezeichnung bekannt sind.

Nachbewertung

Die Nachbewertung berechnet rückwirkend den genauen Durchschnittspreis und erstellt bei Abweichungen Ausgleichsbuchungen für bereits gebuchte Warenabgänge. Sie wird jeweils am Ende einer Periode (Monat, Quartal, Jahr) als letzter Schritt vor der Bestandsneubewertung ausgeführt.

Ordersatz 

Ein Ordersatz entspricht einer Hitliste und ist eine vordefinierte Zusammenstellung von Artikeln für eine bestimmte Lieferstelle (oder Debitor), die für wiederkehrende Anforderungen von den Stationen genutzt wird. Ordersätze können manuell erfasst oder automatisch über einen Nachtjob (Frequenzanalyse) erstellt werden. Der Ordersatz findet in dem WebShop Onlineanforderung Anwendung.

Pharmacode

Der Pharmacode ist eine in der Schweiz verwendete eindeutige Identifikationsnummer für Arzneimittel. Er dient im NEXUS / MATERIAL als Verbindung zum Artikelkatalog hospINDEX.

Plugin 

Ein Plugin ist eine einzelne Funktion oder Teilfunktion innerhalb des NEXUS NX Systems, z.B. der Artikelstamm oder die Belegfluss-Suche. Plugins öffnen sich im rechten Bildschirmbereich und können individuell angeordnet werden.

Produkteset

Ein Produkteset ist eine vordefinierte Zusammenstellung mehrerer Artikel und/oder Leistungen. Es besteht aus einem Produktesetkopf und mehreren Komponenten mit einer Stückliste. Produktesets werden unter anderem für die Eigenherstellung und die Kommissionierung verwendet.

Rahmenvertrag

Ein Rahmenvertrag ist eine langfristige Vereinbarung mit einem Lieferanten über Preise und Konditionen für bestimmte Artikel. Im NEXUS / MATERIAL können Rahmenverträge im Plugin 'Vertragserfassung' erfasst und bei der Bestellung automatisch berücksichtigt werden.

Staffelpreise / Staffelmenge

Preiskonditionen, bei denen der Preis oder Rabatt/Zuschlag in Abhängigkeit von der bestellten Menge gesteuert wird. Je nach Staffeltyp (Mengenstaffel oder Preisstaffel) lassen sich im NX sowohl Einkaufs- als auch Verkaufspreise mengenabhängig hinterlegen. Auch bei der Konditionsart 'Bonusmenge' lassen sich Staffeln hinterlegen.

Valutadatum

Das Valutadatum ist das Datum, das für die Verbuchung auf der Finanzseite massgebend ist. Es entspricht dem gewünschten Liefer- oder Leistungsdatum und kann vom Belegdatum abweichen. Bei Korrekturbuchungen muss das Valutadatum auf die aktuelle verbuchbare Finanzperiode gesetzt werden.

Verfallsdatum

Das Verfallsdatum ist das Ablaufdatum eines Artikels. Bei Artikeln mit aktivierter Verfalldatenkontrolle muss das Verfallsdatum bei jedem Warenzugang (z.B. EK-Wareneingang, VK-Rücknahme) erfasst werden. Das System berücksichtigt bei der Abgabe automatisch das zuerst verfallende Produkt (FEFO-Prinzip; First Expired, First Out).

Vorträge schreiben

Das Schreiben der Vorträge ist der letzte Schritt des Jahresabschlusses. Dabei werden die Lagerbestände und -werte des alten Geschäftsjahres als Anfangsbestände ins neue Geschäftsjahr übertragen. Dieser Vorgang schliesst das alte Geschäftsjahr definitiv ab und sperrt es für weitere Mutationen. Er kann nur ausgeführt werden, wenn alle Abschlussarbeiten korrekt abgeschlossen sind, und muss gesamthaft pro Mandant durchgeführt werden.

Vortragsinventur

Die Vortragsinventur ist ein spezielles Flag im Inventurabschluss, das den Inventurbestand direkt als Jahresvortrag übernimmt. Es darf ausschliesslich in Absprache mit einem Projektleiter der NEXUS Schweiz AG aktiviert werden.

Workspace

Ein Workspace ist eine benutzerdefinierte Anordnung von Plugins für eine bestimmte Arbeitssituation. Workspaces können organisationsweit vorgegeben oder individuell pro Benutzer erstellt werden. Über die Favoritenleiste ist ein schneller Wechsel zwischen verschiedenen Workspaces möglich.